Der Gemeinderat Stutensee hat einstimmig den Weg für die umfassende Sanierung der Unterführung Eichendorffstraße in Friedrichstal geebnet. In seiner öffentlichen Sitzung am 26. Oktober 2026 beschloss das Gremium den Rück- und Neubau der bestehenden Stützwand, um künftig ausreichend Platz für den Kraftfahrzeug- sowie den Fuß- und Radverkehr zu schaffen. Die Entwässerung wird neu gebaut und eine Asphaltschicht anstelle von Pflastersteinen eingebaut.
Notwendig wird die bauliche Maßnahme aufgrund gravierender, seit Jahren wiederkehrender Schäden am Fahrbahnbelag. Kontinuierlicher Wassereintritt und Undichtigkeiten im Bauwerk sorgen regelmäßig für Verwerfungen und Aufbrüche im Pflasterbelag. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit musste die Unterführung bereits im September 2025 für den gesamten Zweiradverkehr sowie für einspurige Kraftfahrzeuge gesperrt werden.
Das mit der Untersuchung beauftragte Ingenieurbüro Transport Technologie-Consult GmbH (TTK) prüfte daraufhin Bauwerkssubstanz, Entwässerung und Grundwasserwanne, um ein nachhaltiges Sanierungskonzept zu erarbeiten.
Breiterer Gehweg
Die beschlossene Variante sieht den vollständigen Rückbau und Neubau der Stützwand zwischen Fahrbahn und Gehweg vor. Dies ermöglicht die Einhaltung der geforderten Gehwegbreite von 2,50 Metern (aktuell 2,10 Meter), was den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht und Begegnungsverkehr – etwa von Fußgängern und Kindern auf dem Rad mit Begleitperson – sicherstellt.
Auf der Fahrbahn wird eine Mindestdurchfahrtshöhe von 3,38 Metern garantiert, um die Befahrbarkeit für die Feuerwehr zu gewährleisten. Auf Antrag aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik wird die Fahrbahnbreite von den ursprünglich empfohlenen 5,20 Metern auf 5,40 Meter erhöht (aktuell 5,50 Meter). Um diesen Platz zu gewinnen, werden die sogenannten Schrammborde, die Betonsockel links und rechts der Fahrbahn, um jeweils 10 Zentimeter verkleinert.
Kosten etwa 1,2 Millionen Euro
Die Baukosten für die gewählte Sanierungsvariante werden nach einer aktuellen Grobkostenschätzung auf rund 1,192 Millionen Euro brutto beziffert. Für die weiteren Planungen im Jahr 2026 stehen etwa 300.000 Euro zur Verfügung. Die eigentlichen Mittel für die Bautätigkeit in Höhe von 1,2 Millionen Euro sollen im Rahmen der Haushaltsplanung für die Jahre 2027 und 2028 angemeldet werden. Die Maßnahme wurde zudem zur Förderung im Sondervermögen angemeldet.
Der Ortschaftsrat Friedrichstal beantragte zudem Spiegel, um die Einmündungsbereiche der Treppen auf den Gehweg sicherer zu gestalten. Oberbürgermeister Frank Burkard sagte dies zu, sofern technisch möglich.
Eine zweite Variante wäre zwar gut 200.000 Euro günstiger, würde aber nur einen 2,12 Meter breiten Gehweg ermöglichen und damit die Rahmenbedingungen nicht erfüllen.
Der Gemeinderat stimmte einstimmig für die Weiterverfolgung der Planung von Variante 1.
Sobald die detaillierte Entwurfsplanung vorliegt, wird dem Gemeinderat der finale Baubeschluss zur Abstimmung vorgelegt.
Bildquellen:
Ehrenamt von meinstutensee.de unterstützen
- Unabhängiger Lokaljournalismus
- Spenden steuerlich absetzbar
- Sichert unsere Server & Technik
Rückmeldungen



