Zentrale Wasserenthärtung: Baubeschluss verschoben

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Bild: ronymichaud/pixabay.com

Von Martin Strohal | 31.12.2021 10:33 | Keine Kommentare

Der Bau der 2019 beschlossenen zentralen Wasserenthärtung in Stutensee verzögert sich weiter. Derzeit gehen die zuständigen Gremien davon aus, dass die Anlage den Betrieb nicht vor 2024 aufnehmen werde. Zuletzt war ein Gutachten für eine Betriebskostenoptimierung in Auftrag gegeben worden, das im dritten Quartal vorliegen sollte. Der Baubeschluss wurde jedoch von der Tagesordnung der Verbandsversammlung im Dezember genommen. Er soll nun in einer Sondersitzung im kommenden Frühjahr getroffen werden.

Der Stutenseer Gemeinderat sowie die Verbandsversammlung des “Zweckverbandes Wasserversorgung Mittelhardt” hatten 2019 beschlossen, in Stutensee eine zentrale Teilenthärtungsanlage zu installieren, um den Härtegrad des Leitungswassers zu reduzieren. In der Bürgerbeteiligung im März 2019 war von einer Inbetriebnahme frühestens Ende 2021/Anfang 2022 ausgegangen worden.

Um Betriebskosten zu sparen, entstand ein Entwurf, nach dem die Wasserenthärtung nur in einem der beiden Stutenseer Wasserwerke eingebaut werden soll, nämlich in Friedrichstal. Das in Blankenloch geförderte Wasser solle entlang der L560 nach Friedrichstal gepumpt und dort enthärtet werden. In seiner jährlichen Versammlung beschloss der Zweckverband im Dezember 2020, ein entsprechendes Gutachten in Auftrag zu geben, um diese Idee zu prüfen. Eine Diskussion darüber mit anschließendem Baubeschluss war in der Sitzung am 14. Dezember 2021 jedoch noch nicht möglich. “Der ursprünglich für die Sitzung vorgesehene Tagesordnungspunkt des Baubeschlusses für die Teilenthärtungsanlage musste vertagt werden, da noch nicht alle erforderlichen Unterlagen vorlagen beziehungsweise umfassend geprüft werden konnten”, so die Pressestelle.

Stattdessen soll es im Frühjahr 2022 eine ausführliche Präsentation im Rahmen einer öffentlichen Sondersitzung geben. Grund für die Verzögerung seien deutlich komplexer ausfallende Planungen, als dies im Rahmen der Machbarkeitsstudie angenommen worden war, so die Stadtverwaltung. Hinzu seien die “bekannten Problematiken bedingt durch die Corona-Pandemie” gekommen. Nach dem Baubeschluss schließen sich Ausführungsplanung und Genehmigungsphase an, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. Dieser wird nach bisherigem Stand etwa 15 Monate dauern. Mit einer Fertigstellung wäre demnach 2024 zu rechnen.

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