Von meinstutensee.de-Reporter Sabrina Strohal

Der evangelische Kindergarten Regenbogen in Friedrichstal lud alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung mit Besichtigung ein. Grund dafür waren zahlreiche Erneuerungen, die teils schon abgeschlossen sind und zum Teil noch für die kommende Zeit anstehen. Das Gebäude ist in das Eigentum der Stadt Stutensee übergegangen. So waren als Vertreter der Stadtverwaltung Oberbürgermeister Klaus Demal, Hauptamtsleiter Edgar Geißler und die Leiterin des Familienbüros Julia Peidelstein anwesend.

Kindergartenleiterin Christa Gorenflo begrüßte alle Vertreter der Stadt, der Presse, den Träger, die Architektin und Interessierte und berichtete, dass im Frühjahr 2015 mit einer spektakulären Aktion Container im Hof des Kindergartens aufgestellt werden konnten, in denen ein Teil der Kinder für die Zeit des Umbaus untergebracht werden konnten (wir berichteten).
Nach den Sommerferien 2015 konnte somit die Kleinkindgruppe (orangene Gruppe) ihre Arbeit aufnehmen. In dieser Gruppe gibt es Plätze für 10 Kinder im Alter von 1-3 Jahren. Die Kinder haben einen seperaten Waschraum mit Mini-WC, Waschbecken und Wickelbereich und einen extra Raum mit kleinen Betten.

Die wegen zahlreicher Krankheiten etwas minimierte Kinderschar trug mit großer Freude das Lied „Einfach Spitze, dass du da bist“ vor.

Pfarrer Lothar Eisele erwähnte, dass es den evangelischen Kindergarten nun schon über 100 Jahre gebe und er in dieser Zeit einen großen Wandel erlebt habe. Mit der Übergabe des Gebäudes an die Stadt sei eine große Zufriedenheit entstanden und man könne sich nun ganz auf die inhaltliche Arbeit mit den Kindern konzentrieren. Er machte den Vorschlag: „Wenn Sie mal traurig sind, gehen Sie doch in den Kindergarten, lassen sich zwei Lieder vorsingen, dann sind Sie wieder fröhlich! So mache ich das auch manchmal.“
Im Sommer 2017, wenn die restlichen Umbauarbeiten abgeschlossen sind, wird es zusätzlich eine vierte Gruppe geben.

„Eine Investition in Kinder ist eine Investition in die Zukunft“, sagte Oberbürgermeister Klaus Demal in seiner Ansprache. Im Kindergarten werde eine wertvolle Vorarbeit für die Schule geleistet. Ein Aufwachsen im positiven Umfeld sei hier möglich und eine unbeschwerte Kindheit wünscht er sich. Die Stadt tue viel für die steigende Kinderzahl in Friedrichstal und somit konnte durch den Umbau im Obergeschoss die rote Gruppe von 20 auf 25 Kinder erhöht werden.

Der Friedrichstaler Ortsvorsteher Kurt Gorenflo erzählte, dass er vor über 60 Jahren selbst in den Kindergarten Regenbogen gegangen sei. Damals hätte es zwei Gruppen gegeben, und er habe bis heute nicht vergessen, dass es im Sandkasten nicht für jedes Kind eine Schaufel gab. Er sei sehr froh über die Schaffung von U3-Plätzen.

Die für die Umbauarbeiten zuständige Architektin Nicole Lacroix, die mit ihrer Kollegin Bettina Voelker anwesend war, stellte ihre Umbaupläne vor und meinte, dies sei nun schon der dritte Plan und er würde immer besser werden. Der Umbau solle zukunftsfähig sein, damit man nicht in 10 Jahren schon wieder umbauen müsse. Auch sie sei schon selbst in diesen Kindergarten gegangen. Sie erläuterte, dass im Anbau Richtung Garten eine Unterkellerung erfolgen wird, inklusive Mehrzweckraum. Der jetzige Keller des Kindergartens wäre nur für die Lagerung von Wein geeignet, aber nicht für Bastelmaterialien. Im neuen Anbau wird es dann auch einen Essensraum geben, vorrübergehend essen die 40 Mittagessen-Kinder im Container.

Leiterin Christa Gorenflo berichtete von einem mehrfachbehindertem Kind, das seit letztem Jahr im Kindergarten aufgenommen werden konnte. Das Kind habe sich prima integriert und die Entwicklung verlaufe prächtig. Die Erzieherinnen haben sich dazu integrativ weiterbilden lassen. Damit auch in Zukunft Kinder mit Behinderungen aufgenommen werden können, wünschte sich die Kindergartenleiterin einen Aufzug im Anbau. Der aktuelle Plan sieht einen Aufzugsschacht vor. Ob direkt ein Aufzug eingebaut wird, wird noch geprüft.

Nach dem offiziellen Teil wurde zu Laugengebäck, Sekt und alkoholfreien Getränken eingeladen und man konnte sich alle Gruppenräume und die Container anschauen.

Bildquellen

  • Info ev. Kiga Regenbogen 011: Sabrina Strohal
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