Ohrenschau-Talk Dezember 2025 Nach einer längeren krankheitsbedingten Pause haben sich Martin und Olaf doch noch einmal aufraffen können… In den etwas kühlen und so ungewohnt halligen Hallen der Redaktion in …
Nach einer längeren krankheitsbedingten Pause haben sich Martin und Olaf doch noch einmal aufraffen können… In den etwas kühlen und so ungewohnt halligen Hallen der Redaktion in Spöck haben sie sich zum letzen Ohrenschau-Talk des Jahres getroffen. Dabei ging’s nicht nur um den ersten meinstutensee.de-Weihnachtsmarktstand in Friedrichstal mit selbstgemachter Kürbissuppe.
Die beiden konnten es vielmehr nicht lassen und blickten auf die wichtigsten Themen des letzten Jahres zurück… in gewohnt subjektiver Form mit gewohnt subjektiver Auswahl. Manche Dinge, die sich ja schon seit Jahren ziehen, kulminierten 2025 mehr oder weniger, in der einen oder anderen Form. Ob’s die schwierige Situation der Trinkwasserversorgung war – auch Bild und Bakterien lassen schön grüßen -, die Frage nach der Kinderbetreuung oder nach dem “Miteinander” nach 50 Jahren “Zwangsvereinigung der Hardt-Dörfer” ;-)
Nein, bei aller gewohnt kritischen Auseinandersetzung geht’s den beiden ja nicht darum irgendetwas schlecht zu reden, sondern mit einem Augenzwinkern auf das Weltgeschehen in der “familienfreundlichen Stadt im Grünen” zu blicken. Da gab’s dann natürlich auch was Positives, wie die Spendenbereitschaft, die zur Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges für das DRK Spöck führte oder eben die dank aller mitwirkenden Vereine, Institutionen und Personen sehr gelungene 50-Jahr-Feier im Sommer.
In diesem Sinne wünschen Martin, Olaf und die gesamte Redaktion allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel. Wir hören uns…
Corinna Konrad und Sylvia Schönthal haben einen Wandkalender mit eigenen Fotografien für das Jahr 2026 erstellt. Er ist ab sofort im Friedrichstaler Bürgerbüro erhältlich.
Ohrenschau-Talk mit Autorin Alicia Serieux Plötzlich wird die 19-jährige Niabh vom lauschigen Cottage ihres Adoptivvaters an der irischen Atlantikküste in eine exotische Welt katapultiert. Alles steht Kopf, sie trifft phantastische …
Ohrenschau-Talk im Februar 2025 Bei klirrender Kälte haben sich Martin und Olaf zum Ohrenschau-Talk im Februar getroffen. In den Friedrichstaler Katakomben sprachen sie – ganz ohne Gast diesmal, dafür umso …
Bei klirrender Kälte haben sich Martin und Olaf zum Ohrenschau-Talk im Februar getroffen. In den Friedrichstaler Katakomben sprachen sie – ganz ohne Gast diesmal, dafür umso gemächlicher – über aktuelle Themen. Moment… Glasfaser? Immer noch aktuell? Ja, wieder aktuell. Zwar gibt’s die Technik – wir haben nochmal nachgeschlagen nach der Aufnahme – bereits seit ÜBER 50 JAHREN (!)… bis nach Stutensee hat sie’s aber bisher nicht geschafft. Eigentlich war die Bedarfserhebung durch das ausführende Unternehmen in spe ja erfolglos abgelaufen… Aber, nun wurde eine Verlängerung erwirkt in der Hoffnung, es würden sich noch genügend interessierte, liquide Einwohner:innen finden. Genauso wie die Leser:innen in unseren Kommentarspalten waren sich Martin und Olaf aber auch nicht einig, ob Glasfaser nun “Gottes Segen” oder “nicht sooooo wichtig” ist;-P
Beim zweiten Thema wurden beide dann etwas nachdenklicher. Der Friedrichstaler Heimatverein, der das Hugenottenmuseum im Oskar-Hornung-Haus betreibt, steht vor dem Aus. Letztes Jahr feierte der Ort noch sein 325-jähriges Bestehen (in unserer Video-Reihe Friedrichstal erzählt waren mit dabei) und nun ist es fraglich, ob es künftig noch genügend Menchen geben wird, die die Ortsgeschichte pflegen. Sie sprachen über die Veränderung von Begriffen wie Heimat und Identität sowie über Zeitmangel und veränderte Lebenswelten.
Friedrichstal und Spöck sind sich spinnefeind? Woher kommt dieser Mythos? Was sind die Gründe dafür, und wie ist Friedrichstal in früheren Jahrhunderten mit seinen anderen Nachbarn zurecht gekommen? Im achten und vorerst letzten Teil unserer Videoreihe “Friedrichstal erzählt” gehen wir diesen Fragen nach.
Friedrichstals Keimzelle liegt rund um die Kirche am Marktplatz. Bis zum Zweiten Weltkrieg wuchs das Dorf nur langsam. Direkt danach gab es jedoch zwei größere Entwicklungen: Zum einen kamen nach dem Krieg Flüchtlinge, sogenannte Heimatvertriebene, aus osteurpäischen Ländern, die auch in Friedrichstal einquartiert wurden, zum anderen entwickelte sich mit dem Gebiet “Schöneichenjagen” ein großes Neubaugebiet, das die Einwohnerzahl nach oben schnellen ließ und das Leben im Ort anonymer machte.
Bei den Gesprächen über den Zweiten Weltkrieg mit unseren Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ging es um Luftschutzkeller und den Bunker, den es im Ort gab. An seiner Stelle befindet sich heute der Kinderspielplatz am Waldfriedhof. Auch an die Zeit danach gibt es Erinnerungen – wie Mädchen versteckt werden mussten, um sie vor den Besatzern zu schützen, und wie ein Streit an der Linde beinahe zur Zerstörung des Ortes geführt hätte.
Wie lief das Dorfleben in Friedrichstal vor 50 oder 100 Jahren? Baden in der Heglach, Rodeln auf dem Weißen Buckel, Hausschlachterei, Kerwe mit Kettenkarussell und Schiffschaukel, daran erinnern sich unsere Zeitzeuginnen und -zeugen im fünften Teil unserer Videoreihe “Friedrichstal erzählt”.
Das Dorfleben in Friedrichstal früher war anders als heute. Es gab eine vielzahl an Wirtshäusern im Ort. Manche schon sehr lange Zeit wie den “Löwen” oder den “Hirsch”. Auch die “Linde” spielte eine große Rolle – als “kleines Rathaus”, wo auch ein paar politische Entscheidungen getroffen wurden, wie sich die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in unserem Video erinnern.
Die Friedrichstaler Mundart unterscheidet sich von den umliegenden Dörfern. Das liegt an der Herkunft der Gründerfamilien, weiß Mundartdichterin Else Gorenflo. Diese stammen aus Frankreich und haben sich viele Jahre in der Pfalz aufgehalten, bevor sie Friedrichstal gegründet haben.