Die Deutsche Bahn hat sich für eine Vorzugsvariante für den Trassenverlauf zwischen Mannheim und Karlsruhe entschieden. Am 4. Dezember lädt sie zu einem Online-Infoabend, um die Öffentlichkeit darüber zu informieren.
Lange ist beim Bahnprojekt Mannheim-Karlsruhe nichts Neues passiert. Jetzt vermelden die Bundestagsabgeordneten Nicolas Zippelius und Olav Gutting sowie die Stadtverwaltung: Die Vorzugsvariante der Bahn soll von Mannheim kommend nördlich von Graben-Neudorf auf Höhe von Forst auf die Autobahn A5 schwenken und von dort an ihr entlang nach Süden führen. Eine Durchquerung der Stutenseer Gemarkung ist demzufolge vom Tisch. Trotzdem hat die Variante Auswirkungen auf Stutensee.
Die Bahn wartet beim Ausbau der Güterbahnstrecke auf die Verkehrsprognose 2040. Da diese noch nicht vorliegt, gibt es derzeit keine großen Neuigkeiten in dem Projekt. Die finale Variante der Gleisführung der neuen Strecke – die sogenannte Antragvariante – soll nun voraussichtlich nicht vor Ende des Jahres 2025 vorgestellt werden.
Viele der beim geplanten Ausbau des Bahngüterverkehrs verbliebenen Varianten haben eins gemeinsam: Sie treffen früher oder später auf die Autobahn A5 und zerschneiden damit den Lochenwald. Um auf die waldökologischen Besonderheiten dieses Gebiets aufmerksam zu machen, veranstalten drei Bürgerinitiativen eine Führung.
Für die Planung der Gütertrasse zwischen Mannheim und Karlsruhe wird die Zugzahlenprognose 2040 benötigt. Erst mit diesen Daten kann die Bahn sich auf einen Trassenverlauf festlegen, mit dem sie in das Antragsverfahren geht. Nach Informationen aus dem letzten Dialogforum verzögert sich die Prognose weiter. Eine Antragsvariante wird deshalb erst Anfang 2025 vorliegen.
Wie kann eine Bahntrasse geplant werden, welche Interessen sind zu berücksichtigen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Planspiels “Plan die Bahn”, das die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr ausgeschrieben hatte. Die damalige Klasse 10b des Thomas-Mann-Gymnasiums gehörte zu den Gewinnern. Ihr Ergebnis stellte sie nun Oberbürgermeisterin Petra Becker vor, wie die Stadtverwaltung mitteilt.
Matthias Gastel, Bahnexperte der grünen Bundestagsfraktion kommt am Montag, den 4. Dezember, nach Staffort. Das teilt der Ortsverband der Grünen Stutensee mit. Thema ist der Ausbau der Güterbahnstrecke.
Die Suche nach einem möglichen Verlauf einer neuen Güterbahntrasse zwischen Mannheim und Karlsruhe bewegt die Gemüter in der Region. Die Deutsche Bahn will die Öffentlichkeit über den aktuellen Sachstand der Planung informieren und veranstaltet deshalb eine Online-Informationsveranstaltung.
Etwa 600 Personen waren am Samstag Abend beim Stafforter Baggersee zusammengekommen, um gegen den möglichen Bau einer Güterbahntrasse an dieser Stelle zu protestieren. Organisiert hatten die Aktion zwei Bürgerinitiativen. Von Seiten der Politik kam das klare Bekenntnis, dass alles versucht werde, um einen Streckenverlauf zwischen den Stutenseer Stadtteilen hindurch zu verhindern. Bevorzugt werde ein Verlauf entlang der Autobahn. Im Vorfeld fand eine Infoveranstaltung in Spöck statt. Hier erläuterte der Projektleiter der Deutschen Bahn den aktuellen Stand des Projekts und stellte sich den Fragen aus der Bevölkerung.
Der Trassenverlauf der neu benötigten Gleise zwischen Mannheim und Karlsruhe wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2024 feststehen. Mit dieser Variante will die Bahn anschließend in das Raumordnungsverfahren gehen. Im November 2023 soll eine Online-Informationsveranstaltung zum Projekt durchgeführt werden.
Wo die neue Bahntrasse gebaut werden soll, ist noch offen. Die beiden Bürgerinitiativen “BIG – Bürgerinitiative Gütertrasse” und “Karlsruhe-Molzau” laden am 14. Oktober 2023 Öffentlichkeit und Politik ein, um möglicherweise betroffene Gebiete vor Ort zu betrachten.
Die DB Netze hat im Zuge des Neubaus einer Güterstrecke zwischen Mannheim und Karlsruhe den Bereich zwischen Spöck und Friedrichstal genauer untersucht. Dabei sind die bisher vorgebrachten Bedenken eingebracht worden. Als Folge der Untersuchung soll der Trassenverlauf weiter nach Süden gezogen werden, um in Straßennähe zu verlaufen und weniger Landschaft neu zu zerschneiden.